Im Zusammenhang mit Marketing spricht man immer von Paid, Owned, Earned und neuerdings auch von Social Content oder Media. Aber was ist das eigentlich? Dieser Frage gehe ich in diesem Beitrag auf den Grund.

Am Anfang steht der Owned Content

Owned Content ist erst einmal der Ausgangspunkt vieler Marketingaktivitäten – nicht nur im Online-Marketing. Das können Flyer oder Broschüren sein, aber auch die eigene Webseite, der eigene Webshop oder die eigenen Social-Media-Auftritte wie die eigene Facebook-Seite sein. Was ich mit diesem Owned Content erreichen möchte, ist Reichweite, um meine Zielgruppe zu erreichen. Wie kann ich also meine Reichweite erhöhen? Dazu kommen jetzt weitere Content-Formen ins Spiel:

Paid Content: für Reichweite zahlen

Erhöhe ich die Reichweite dadurch, dass ich z. B. Werbung schalte (online z. B. Facebook-Werbung oder Google Adwords, also SEM) so spricht man in diesem Fall von Paid Content oder Paid Media. Allerdings muss ich dafür – wie der Name schon sagt – zahlen, habe aber den Vorteil, dass ich die volle Kontrolle habe, wann und wo ich für das Marketing meines Produkts oder meiner Dienstleistung zahle. Der Nachteil bei Paid Content: Die Glaubwürdigkeit ist sehr gering.

Earned Content: Reichweite verdienen

Nicht so „einfach“ ist es dagegen mit dem Earned Content. Denn hier zahle ich nicht direkt, sondern muss mir die Reichweite erst verdienen: durch Content, der z. B.  von Medien und Top-Bloggern erstellt wird. Mit ihnen kann eine langfristige Beziehung aufgebaut werden. Der Inhalt wird also von den Medien bestimmt und ist aufgrund bestimmter Kodizes berechen- und vorhersagbar. Da er nicht von mir selbst erstellt wurde, hat er eine höhere Glaubwürdigkeit.

Social Content: Reichweite durch andere verdienen

Noch einen Schritt weiter in Sachen Kontrollverlust, aber auch Glaubwürdigkeit geht der sog. Social Content. Das ist der Content, der nicht mehr von mir als Unternehmen oder Marke erstellt wird, sondern den andere, also die Öffentlichkeit, im Social Web als so interessant und wichtig erachten, dass sie darüber in Blogs, Foren oder als Statusmeldung bei Facebook schreiben (aber auch z. B. Rezensionen bei Amazon sind Social Content) . Dieser „Fremd-Content“ wird von anderen Nutzern als Mehrwert angesehen, geteilt und erlangt unter Umständen sogar Viralität – ganz ohne mein eigenes Zutun.

Wer sich alles das in einer sehr informativen Infografik anschauen will, wird hier fündig.