Vor einigen Tagen habe ich ein Webinar zum Thema „Praxisblog für Tierärzte“ gehalten. Dabei habe ich auch erläutert, wie Leser des Blogs eigentlich Blogeinträge abonnieren können. Die einfachste Lösung: ein sogenannter News-Aggregator oder RSS-Feedreader. Empfehlen kann ich aus eigener Praxiserfahrung Feedly, das ich in diesem Artikel vorstellen möchte.

Was ist ein RSS-Feedreader?

Ein Feedreader ermöglicht, ein besonderes Nachrichtenformat von Blogs, Foren oder auch Podcasts einzulesen und anzuzeigen. Die gängigsten Formate sind „RSS“ und „Atom“. Der Einfachheit halber werde ich hier aber nur von RSS sprechen. RSS ist die Abkürzung für „Really Simple Syndication“ (früher auch „Rich Site Summary“, was etwas selbsterklärender ist). Erkennungszeichen, dass ein Feed abonniert werden kann ist das typische Feed-Icon, das man auch als letztes Icon in der Reihe meiner Social-Media-Kanäle auf dieser Seite sieht.

Noch vor einigen Monaten war der am häufigsten genutzte Feedreader der Google Reader. Dieser wurde allerdings im Sommer 2013 eingestellt, sodass ich mich auf die Suche nach einer Alternative machen musste. Dabei stieß ich auf auf den kostenlosen Reader Feedly, der durch ein sehr ansprechendes Design begeistert – was man vom Google Reader nicht behaupten konnte.

Wie funktioniert die Google-Reader-Alternative Feedly?

Die Bedienung von Feedly ist recht intuitiv. Neue Blogs können einfach abonniert werden, indem entweder eine URL,ein Titel oder ein #Thema (mit Hashtag) in das „Add Content“-Feld eingegeben werden. Für eine bessere Übersicht, können die abonnierten Inhalte dann in Kategorien unterteilt und sortiert werden. So kann man bequem verschiedenste Themen abonnieren und trotzdem den Überblick behalten.

Neue Beiträge werden dann übersichtlich und ansprechend im Magazin- oder Listenstyle angezeigt. Selbstverständlich enthält es auch einfache Sharing-Funktionen für gängige Kanäle, allerdings mit Fokus auf den englischsprachigen Raum. Eine Share-Funktion mit XING fehlt beispielsweise.

NEU: Jetzt auch als gebührenpflichtige Pro-Version

Was mir allerdings auch sehr fehlt, ist eine Funktion für Evernote. Diesem Missstand kommt Feedly nun durch eine gebührenpflichtige Pro-Version entgegen. Für 5 $ im Monat erhält man derzeit eine erweiterte Suchfunktion für den eigenen Feed, eine einfach Evernote-Integration und – wen wunderts in Zeiten von Prism – durch eine https-Verschlüsselung. Dieses Feature soll aber in Kürze auch für die kostenfreie Version zur Verfügung stehen.

Feedly auch als App für Android und iOS

Ein weiterer Vorteil von Feedly: Es ist auch als App für Android und iOS verfügbar. So kann man sehr bequem sein ganz persönliches „Magazin“ lesen, wann immer man Lust und Zeit hat.

Feedly ist für mich ein alltäglicher Begleiter, den ich nicht mehr missen möchte.

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